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26. November 2021

DUKAP erwartet steigende Zinsen im Euro-Raum

Die anhaltende Diskussion über steigende Inflation und kontroverse Äußerungen der wichtigen Zentralbanken dies- und jenseits des Atlantiks erhöhen noch vor Weihnachten den Entscheidungsdruck auf die CFOs. Tatsächlich erleben wir einerseits in vereinzelten Segmenten die höchsten Preissteigerungsraten seit der Ölkrise in den 1970er Jahren. Andererseits hören wir beschwichtigende Worte insbesondere aus der EZB. Zeit also, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Wir stehen vor vier großen Herausforderungen, die ein Anheizen der Inflation und letztlich recht kurzfristig substantiell steigende Zinsen im Euro-Raum erwarten lassen.

Zum Ersten beobachten wir, wie die schwelenden Handelskriege zwischen den USA und China, aber auch zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich an beunruhigender Dynamik gewinnen. Die unmittelbaren Erschwernisse für die hiesigen Unternehmen werden dramatisch durch die sich ausweitenden Lieferkettenproblemen verstärkt. Wir sehen übrigens immer weniger klar, ob es sich bei den Lieferkettenproblemen im Wesentlichen wirklich nur um Konsequenzen aus der Corona-Krise handelt. Uns drängt sich die Frage auf, inwiefern diese Engpässe inzwischen nicht vielmehr auch orchestrierte Instrumente in den Handelskriegen sind, deren wahre Hintergründe mit Hilfe der Corona-Krise kaschiert werden. Sich die massive Umleitung der Rohstoffströme und Energieträger nach Fernost, die in den USA diskutierten Exportbeschränkungen, die Festsetzung der Schiffsfracht-Kapazitäten und der anhaltende Mangel an Chips als rein zufällige Anhäufung von Einzelereignissen vorzustellen, fällt zumindest uns schwer. Alle vorjährigen Prognosen einer Überwindung der Engpässe bis Ende 2021 beruhten auf der nicht abwegigen Annahme, binnen eines Jahres einen Modus Vivendi mit den Corona-bedingten Probleme finden zu können. Aber diese Prognosen haben sich nicht bewahrheitet, ganz im Gegenteil. Wir erwarten daher, dass sich die Situation des globalen Handels und der Lieferketten kurzfristig eher verschärfen wird und damit der Preisdruck durch Verknappung aufrecht erhalten bleibt.

Aus einer anderen Richtung kommt die zweite große Herausforderung für die Preisstabilität im Euroraum. Mit der hier nicht zu vertiefenden Diskussion über den drohenden Klimawandel geht eine grundlegende Änderung der wirtschaftlichen Spielregeln einher. Begonnen wird damit, die Finanzwirtschaft zum Instrument der Klimapolitik umzufunktionieren. Der Zugang zu frischem Kapital wird künftig unter dem Schlagwort ESG-Finance in starkem Maße davon abhängen, ob sich Unternehmen an die klimapolitischen Vorgaben ihrer jeweiligen Finanzmärkte halten können. Parallel dazu werden insbesondere in der Europäische Union neue juristische Vorgaben über den gesamten Lebenszyklus von hier erstellten Produkten und Dienstleistungen auf den Weg gebracht. Die sicher notwendigen, aber gleichermaßen ambitionierten Ziele der Klimapolitik werden nicht nur gewaltige Investitionen erfordern, sondern Strukturbrüche für fast alle Unternehmensbereiche nach sich ziehen. Das alles wird zunächst eher zu einer Verteuerung der Wirtschaftsleistung in Europa führen. Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Führer nun erstmalig dafür sorgen wollen, dass es bei unterschiedlichen klimapolitischen Geschwindigkeiten auf dem Globus nicht erneut zu einer Preisarbitrage zwischen Europa und denjenigen Teilen der Welt kommt, die keine Rücksicht auf unsere sozialen und ökologischen Ansprüche nehmen.

Seit den 1970er Jahren fast in Vergessenheit geraten, nun wahrscheinlich wieder aktuell, ist einer der wichtigsten Selbstverstärker von Inflationen: die Lohn-Preis-Spirale. Angesichts des stark steigenden Preisniveaus ist nicht nur zu erwarten, dass Gewerkschaften mit höheren Lohnforderungen auf den Plan treten. Zu unserer Verwunderung hat sogar die Vertretung der EZB-Mitarbeiter jüngst eine Koppelung ihrer Gehälter an die Inflation verlangt. Diese Index-gebundene Koppelung von Löhnen und Gehältern an die Preissteigerungsraten war vor Einführung des Euro lange Zeit ein übliches Instrument insbesondere in den südlichen EU-Ländern. Sie sorgte für die permanente Entwertung der damaligen dortigen Währungen etwa gegenüber der D-Mark. Es steht zu befürchten, dass die Rufe nach diesem Mechanismus insbesondere im Süden, vielleicht auch hier, wieder lauter werden. Ein Nachgeben durch geschwächte Regierungen ist nicht auszuschließen. Was dies dann für den Fortbestand des Euro-Raumes heißt, wagen wir nicht zu prognostizieren. Einstweilen gehen wir nur davon aus, dass der Ruf nach massiven Lohnerhöhungen in den nächsten Monaten unüberhörbar werden wird und damit die Kosten, letztendlich auch die Preise, in einer ewigen Spirale nach oben beschleunigt.

Last but not least werden auch die europäischen Finanzminister sowie die EU-Kommision, insbesondere nach den zahlreichen Schulden-Runden in Folge von Euro-Krise, Banken-Krise, Stützung der Südeuropäischen Länder und zuletzt den gewaltigen Kosten der Pandemie, in Versuchung geraten.  Die Inflation ist zwar ein häßliches Werkzeug, aber im Vergleich zu unpopulären Austeritätsmaßnahmen ist sie ein politisch ungefährlicheres Instrument zur Entlastung der Staatskassen. Wir erwarten daher seitens der Regierungen nicht mehr als Lippenbekenntnisse bei der Eindämmung der aufflackernden Inflation. Dies gilt umso mehr, als die Konjunktur in mehreren wichtigen europäischen Ländern immer noch lahmt und dort keine Steigerung der Steuereinnahmen erwarten lässt.

Was bedeutet dies nun für die Finanzierungskosten? Die EZB hat wiederholt verdeutlicht, dass Sie keine Inflation in Europa befürchtet, wenngleich sich in jüngster Zeit gewisse Abschwächungen in dieser Meinung zeigen. Dennoch wird die EZB fürchten müssen, dass eine Zinserhöhung als die klassische Gegenmaßnahme zur Inflation den Euro in eine Zerreißprobe mit ungewissem Ausgang führen wird. Das Risiko, die südeuropäischen Staaten bei erhöhtem Zinsniveau möglicherweise in den Staatsbankrott zu treiben, ist allen bewusst. Aber Europa ist nicht alleine auf der Welt. Wir erleben dieser Tage, dass das über zwei Jahrzehnte haltenden stillschweigende Übereinkommen über ein niedriges Zinsniveau zwischen den westlichen Zentralbanken zerbricht. Die US-amerikanische FED sieht sich bei brummender Konjunktur einer Inflationsrate gegenüber, die auf die 10%-Marke zusteuert. Schon ist sie gezwungen, die Zügel etwas anzuziehen und wird ohne Zweifel weitere kräftige Schritte unternehmen, um die vom Konjunktur- und Investitionsprogramm des amerikanischen Präsidenten weiter befeuerte Inflation in den Griff zu bekommen. Ein durch steigende Zinsen attraktiv gewordener Dollar wird jedoch sehr schnell die Kapitalströme aus Europa in die USA lenken. Und bei abschmelzendem Kapitalzugang in Europa und Wertverlust des Euro gegenüber dem Dollar werden weder die aktuellen Energiekosten und schon gar nicht das ambitionierte Klimaprogramm Europas zu bezahlen sein. Dies abwägend erwarten wir recht kurzfristig steigende Zinsen im Euro-Raum. Jetzt wäre für CFOs daher richtige die Zeit, sich über die Zinsstruktur ihrer Kredite intensiv Gedanken zu machen.

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17. März 2021

DUKAP nimmt zum ESG-Rating Stellung

Christian Lutz, Partner der DUKAP, nimmt gegenüber dem FINANCE Magazin Stellung.
Die Bedeutung von Nachhaltigkeitsratings wächst immer stärker.
Die Finanzaufsicht ESMA fordert deshalb eine strengere Überwachung der ESG-Ratingagenturen.
Lesen Sie dazu den gut recherchierten Artikel von Antonia Kögler in der aktuellen FINANCE-Ausgabe. Sollten Sie als Finanzentscheider aktuell auf folgende Fragen für Ihr Umfeld stoßen:

  • Auf was ist bei der Auswahl von ESG-Rating-Agenturen zu achten?
  • Welche Agentur deckt welches Leistungsspektrum ab?
  • Welche Ratingverfahren (u.a. ESG-Corporate-Rating, ESG-Impact Rating, Second Party Opinions (SPO) etc.) empfiehlt sich für welche Finanzierungssituation?

Sprechen Sie uns an.  Im Rahmen unseres ESG-Rating Advisory-Ansatzes, unterstützen wir Sie bei Ihren individuellen Sustainable Finance-Herausforderungen.

Zum Artikel Wilder Westen

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5. März 2021

LIBOR endet 2021

Am 31.12.2021 wird der Referenzzinssatz LIBOR für den EURO, das Pfund, den schweizer Franken, den US-Dollar und den japanischen Yen offiziell ausgedient haben.

 

Der LIBOR ist heute noch in den meisten Kreditverträgen, in denen auf ein Referenzzinssatz Bezug genommen wird, der gängig Ankerpunkt. Es wird geschätzt, dass weltweit ein Kreditvolumen von über 200 Billionen USD betroffen ist.

Bis Juni 2023 müssen diese Verträge umgestellt worden sein. Falls Sie davon betroffen sind, beraten wir Sie gerne.

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1. März 2021

DUKAP arrangiert erfolgreich weitere Finanzierungen während Corona- Pandemie

Die DUKAP hat die Gesellschafter der MAS Gruppe bei der Einwerbung einer neuen Hausbankverbindung, der Neustrukturierung der Sicherheiten und der Ausweitung der bestehenden Kreditlinien beraten. Zudem wurden neue Kreditmittel zur Refinanzierung wichtiger Digitalisierungsprojekte für das Unternehmen eingeworben. Somit wurde es der MAS-Gruppe ermöglicht, während des kompletten Pandemie-Jahres 2020 in zusätzliche digitale Technologien zu investieren. Die MAS-Gruppe ist eine inhabergeführte Unternehmensgruppe mit Sitz in der Nähe von Stuttgart. Sie konzentriert sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Werkzeugen der Zerspanungstechnik.

Die DUKAP setzte die analytische Aufbereitung und Beratung bei der Entwicklung eines optimalen Finanzierungskonzeptes für ein seit Jahren etabliertes Fachmarktzentrum (28.000 m2 BGF) in Ungarn um. Die namhafte österreichische Immobiliengruppe entschied sich final zum Verkauf des FMZ an eine institutionelle Fondsgesellschaft. Die Unternehmensgruppe Wegscheider ist ein seit 1862 in sechster Generation geführtes Familienunternehmen. Mit Firmensitz in Wörgl/Tirol fokussiert sich die Gruppe auf den Erwerb und die Entwicklung von Gewerbe- und Handelsimmobilien in Österreich, Deutschland , Italien und Ungarn.

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1. DUKAP Sustainable Finance Webkonferenz im Februar 2021

Wie können nachhaltige Unternehmensstrategien und Investitionen mit Fokus auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung finanziert werden? Welche regulatorischen Anforderungen zur Einhaltung der politischen Nachhaltigkeitsziele werden auf alle Kapitalgeber und damit auch auf die Unternehmen zukommen? Was muss eine Unternehmensleitung schon heute über die Themenfelder der ESG-Finance wissen? Welchen Einfluss wird die ESG-Konformität auf neue Finanzierungen haben? Sollten bestehende Finanzierungen neu strukturiert werden? Diese und weitere Fragen wurden von fachkundigen Referenten mit rund 100 Teilnehmern in der 1. DUKAP Sustainable Finance Webkonferenz per Livestream diskutiert.

Keynote Speaker Prof. Dr. Tobias Popovic‘, Leiter des Zentrums für Nachhaltiges Wirtschaften und Management (ZNWM) an der Hochschule für Technik in Stuttgart umriss den Erwartungshorizont. Ein Bankensyndikus der Landesbank Baden-Württemberg gab den Teilnehmern einen detaillierten Einblick in die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen für künftige Finanzierungsvereinbarungen. Anforderungen an ESG-Ratings und mögliche Fallstricke von Fördermittel wurden erläutert. Vordenker und fachkundige Experten der BNP Paribas, der Deutschen Bank, der DZ Bank und der UniCredit präsentierten die ESG-Strategien ihrer Häuser und deren neuen Produkte anschaulich an den Bildschirmen.

Der rege Austausch mit den Zuschauern zeigte, dass der Wissens- und Informationsbedarf rund um das aktuelle Themenfeld Sustainable Finance sehr groß ist. Auf besonderes Interesse stießen die Fragen, ob ein CFO bei bestehenden Kreditverträgen Anpassungen erwarten muss, welche Sustainable Finance Ansätze die teilnehmenden Banken bei Preisgestaltung und Kreditentscheidungen verfolgen und was bei einem erstmaligen ESG-Rating als Unternehmen zu beachten ist? Abschließend konnte die DUKAP den teilnehmenden Finanzentscheidern konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand geben.

Der kostenlose Auftritt aller Referenten ermöglichte es der DUKAP, aus den Teilnehmergebühren einen ansehnlichen Betrag an das Spendenprojekt von Yunus Social Business (YSB) weiterzureichen. Yunius Social Business stellt u.a. Kredite für Kleinstunternehmer in Entwicklungsregionen der Welt zur Verfügung.

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6. Oktober 2020

Neuer € 120 Mio. Konsortialkredit für Automotive Supplier während der Corona Krise

Als zukunftsorientiert aufgestellter und gut vorbereiteter Automobilzulieferer ist es auch im aktuellen Umfeld möglich, eine konventionelle langfristige Finanzierung mit Banken zu vereinbaren.

Die mittelständische Eissmann Automotive Deutschland aus Baden-Württemberg hat im August eine neue Gesamtfinanzierung über € 120 Mio. zur Wachstumsfinanzierung der internationalen Unternehmensgruppe abgeschlossen. Mit dem neuen Multi-Option-Konsortialkredit werden bisherige Bankverbindlichkeiten regulär zurückgeführt und eine erweiterte Basis für Investitionen geschaffen. Der Kredit bildet die finanzielle Basis für den kontinuierlichen Ausbau der weltweiten Aktivitäten und zur Weiterentwicklung innovativer Innenraumkonzepte für die E-Mobilität.

Die Dukap unterstützte die Vorbereitungen, konzipierte die Finanzierungsstruktur, entwickelte das Term Sheet, führte gemeinsam mit Eissmann die Vertragsverhandlungen, beteiligte sich an den Syndizierungsgesprächen der Banken und stand dem Unternehmen bis zum erfolgreichen Closing zur Seite.

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21. September 2020

Finanzierung mit KfW-Corona-Sonderkreditprogramm

DUKAP hat eine hochintegrierte Unternehmensgruppe der Recyclingbranche bei der Konzeption und Umsetzung ihrer Finanzierungen von mehr als € 50 Mio. unterstützt. Sie beriet die Gruppe umfassend bei der Finanzierung ihres Investitionsprogramms und der Erhöhung des Umlaufvermögens gerade auch seit Ausbruch der Coronakrise.

 

Dabei hat DUKAP die benötigten Mittel bei Instituten der Sparkassen- und Volksbankengruppen in mehreren Einzeltransaktionen eingeworben und zudem die KfW-Unternehmerkredite für etablierte Unternehmen einbezogen. Mit der KfW-Finanzierung konnte die Gruppe coronabedingte Abnahmeprobleme mit einer Erhöhung der Umlaufmittel überbrücken und die Investitionen tätigen, die zusätzliche Zwischenlager schaffen und so einen späteren Verkauf der Produkte zu dann wieder marktgerechten Preisen zu ermöglichen.

 

Schon vorher hatte DUKAP mit Krediten ambitionierte Investitionsvorhaben zum Immobilienerwerb und Anlagen- und Maschineninvestitionen ermöglicht und die nächsten Entwicklungsschritte der wachstumsstarken Gruppe in die Wege geleitet. Dabei wurden auch Mezzanine- und andere Kreditmittel neu strukturiert, Anteile eines geschäftsführenden Gesellschafters aufgestockt und zusätzliche Investitionen getätigt.

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25. März 2020

CORONA aktuell: Handlungsempfehlungen in der Krise

Vorab unsere dringende Empfehlung: in solchen Krisen ist es nicht so wichtig, die richtige Lösung zu finden, als vielmehr schnell und entschlossen eine zu 80% sinnvolle Lösung umzusetzen. Es sind nach unserer Beobachtung in früheren Krisen mehr Unternehmen durch zu späte, als durch falsche Reaktion insolvent geworden. Die relevante Zeitdimension ist „Tage und Wochen“, und nicht „Wochen und Monate“. Jeder Tag kostet Geld, das am Ende der Krise fehlt, um Ihr Unternehmen wieder auf die Spur zu bekommen. Das klingt trivial, ist es aber durchaus nicht, weil viele Manager zu große Angst vor Fehlern haben. In akuten Krisen spielt Fehlervermeidung aber kaum eine Rolle, weil es apriori niemand wissen kann, was „Richtig“ oder „Falsch“ ist. Gefragt ist die glaubwürdige Führungskraft, die im Unternehmen Vertrauen durch Umsetzungskompetenz und klare Linie gewinnen kann.

A. Liquidität kurz und mittelfristig sichern (absolut vorrangig):

Kurzfristige Liquiditätsplanung auf Wochenbasis aufstellen und laufend aktualisieren lassen (es gilt auch hier das Pareto-Prinzip, weil Geschwindigkeit wichtig ist). Dabei

  • gesicherte Einnahmen und unvermeidliche Ausgaben der nächsten 6 (optimal: 13 ) Wochen auflisten
  • alle anderen Ausgaben vorläufig (bis zur Gewichtung ihrer Signifikanz) zurückstellen.
  • prüfen, wie (auch scheinbar unvermeidlichen) zahlungswirksamen Kosten reduziert werden können, ohne einen aktuellen Notbetrieb zu gefährden; z.B. durch Kurzarbeit, Steuerstundungen.
  • alle Investitionsentscheidungen sofort stoppen, später anhand der Planung, was Sie in den nächsten ca. 12 Monaten machen wollen, neu bewerten.

Liquiditätsplanung auf Monatsbasis für 6-9 Monate aufstellen, unter belastbaren Prämissen, wie weiter unten unter „B.“ erläutert.

Unterlagen vorbereiten, um Liquiditätshilfekredite und/oder Bürgschaften (KfW, Landes-Förderanstalten u.ä.) auf Basis dieser Krisen-Planung zu beantragen. Die Fördermittel sind alle über Banken abzurufen und die Banken brauchen noch mehr Zeit als sonst, um über diese Förderanträge zu entscheiden und sie auf den Weg zu bringen, weil sie derzeit überrannt werden!

Nehmen Sie schnellstmöglich anhand der Erkenntnisse aus diesen Planungen Kontakt zu Ihren kreditgebenden Banken und ggf. den Kreditversicherern auf. Unsere aktuelle Erfahrung ist leider, dass in diesen Tagen die Bank nur noch Kredite an Unternehmen vergeben, die bereits ihre Kreditkunden sind. Das ist wichtig zu beachten, weil die Fördergelder alle voraussetzen, dass eine Bank einen (kleinen) Teil des Kreditrisikos selbst übernimmt.

B. Operative Maßnahmen:

Festlegen, welche Tätigkeiten wirklich unverzichtbar sind, um das Unternehmen kurzfristig über Wasser zu halten und die Krisenmaßnahmen einzuleiten (z.B. GF, Teile des Rechnungswesens, Teile der IT, Teil des Vertriebs, um Kunden zu kontaktieren, Hausmeister/Reinigung). Angesichts der Ansteckungsrisiken wenn möglich für diese Funktionen jeweils zwei getrennte Teams aufstellen, die sich nicht persönlich begegnen, sondern abwechselnd im Büro sind.

Festlegen, welche unverzichtbaren Tätigkeiten zwingend nur im Büro erfolgen können, welche aus dem Home Office erledigt werden können.

Zuordnung der (vermutlich beschränkten) Arbeitsmittel, die für Homeoffice benötigt werden.

Schicken Sie nicht benötigte Mitarbeiter, solange das Kurzarbeitsgeld noch nicht greift, in Zwangsurlaub. Lassen Sie sie nicht zuhause nur scheinbar tätig herumsitzen, denn wenn Sie Ihre Mitarbeiter später im Jahr brauchen, könnten sie ansonsten ihren Urlaub einfordern.

Einigen Sie sich in der Geschäftsführung und mit den relevanten Gremien auf eine belastbare Arbeitshypothese und entwicklen Sie eine neue Planung daraus. Als Indurstrieunternehmen sollten Sie sich eine Vorstellung bilden, wann die Absatzkanäle wieder geöffnet werden und ab wann Ihre Zulieferer liefern können. Als Dienstleistungsunternehmen müssen Sie überlegen, wie Ihre Leistungen mit der Pandemiebekämpfung harmonieren oder in Konflikt liegen, weil manche Dienstleistungen erst wieder in vollem Umfang angeboten werden dürfen, wenn wirksame Medikamente oder Impfstoff in relevantem Umfang vorhanden sein werden. Ihre Arbeitshypothese muss ggf. für Dritte – wie die Förderinstitute – nachvollziehbar und realistisch sein.

Stellen Sie ein Projektteam aus je einem Vertreter aller wichtigen Bereiche zusammen, mit dem SIe sich laufend austauschen können und die die Kommunikation zu den anderen Mitarbeitern aufrecht erhalten. Ggf. externe Berater (Steuerberater, Arbeitsrechtler …) einbinden.

Erarbeiten Sie mit dem Projektteam den Bedarf und die Maßnahmen, die notwendig sind, um Ihre Arbeitshypothese umsetzen zu können.

Erstellen Sie einen Zeitplan und aktualisiert ihn mindestens wöchentlich.

Das Projektteam darf aber kein klassischer Arbeitskreis sein, die Geschäftsführung muss führen und Vorgaben machen.

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29. November 2019

Beitrag im Handelsblatt zu strukturierten Immobilienkrediten

Im Handelsblatt Journal vom November 2019 zur Immobilienwirtschaft erschien ein Beitrag der DUKAP Partner Matthias Krah und Rüdiger von Maltzahn.P6200101_HBJ-Immo_11-2019_11

 

 

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17. November 2019

Beitrag im FINANCE Magazin zu Finanzierungsfragen in Unternehmenskrisen

In der Sonderbeilage des FINANCE Magazins vom November 2019 zur diesjährigen Structured Finance-Konferenz erschien ein Beitrag des DUKAP Partners Alexander Servais

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17. September 2019

DUKAP arrangiert strukturierte Finanzierung für die DONGES Group, ein Portfolio Unternehmen von Mutares

Die DONGES Group ist ein führender europäischer Komplettanbieter für Brücken- und industriellen Stahlbau und insbesondere in West- und Nordeuropa führender Produzent von Dach- und Fassadensystemen.

DUKAP beriet und arrangierte für Donges Steeltech eine konzenunabhängige Finanzierungsstruktur. Gemeinsam mit dem Gesellschafter und der Geschäftsführung organisierte DUKAP eine strukturierte Finanzierung. Dadurch konnte die DONGES Group ihre Marktposition stärken und kann weiteres signifikantes Wachstum realisieren.

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23. August 2019

DUKAP rearrangiert Finanzierung für Balcke-Dürr nach Sanierung

Balcke-Dürr ist einer der weltweit führenden Hersteller von Komponenten zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduktion von Emissionen für die chemische und stromproduzierende Industrie mit über 130 Jahren Erfahrung. Die Gesellschaft ist ein Portfolio-Unternehmen von Mutares.

DUKAP hat im Rahmen einer unternehmensseitig abgeschlossenen Restrukturierung die bestehende Finanzierung und Sicherheitenstruktur überprüft und angepasst. Dabei wurden mit bestehenden und neuen Finanzierungspartnern Kredit- und Avallinien ausgeweitet, neu strukturiert und gleichzeitig ein unter Finanzierungsaspekten adäquates Sicherheitentreuhand-Konzept implementiert.

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7. Juli 2019

Internationaler Konsortialkredit für dynamisch wachsendes Recycling Unternehmen

Die Unternehmensgruppe der Recycling-Branche mit einem Umsatz von rd. EUR 160 Mio. und Werken in Deutschland, Belgien, Spanien sowie den USA verarbeitet diverse Kunststoffabfälle vom relativ reinen Industrieabfall bis zu den schwer wiederverwendbaren Materialien aus Gelbe Sack Sammlungen. Hieraus werden unterschiedliche Produkte von Kunststoffpaletten und größeren Behältern für die Industrie bis zu Elementen für Baustellen und für Gärten gefertigt. Die Unternehmensgruppe produziert und vertreibt nicht nur, sondern entwickelt die genutzten Anlagen zum Teil selbst und hält entsprechende Patente.

Die DUKAP beriet diese dynamisch wachsende Unternehmensgruppe bei der Vorbereitung und Durchführung einer grundlegenden Neugestaltung und Erweiterung seiner Fremdkapitalstruktur. Zentrales Element der neuen Gruppenfinanzierung ist ein Konsortialkredit über EUR 75 Mio., der von der DUKAP arrangiert wurde und auf eine starke Resonanz in- und ausländischer Banken stieß.

Zweck der neuen langfristigen Gesamtfinanzierung der Gruppe ist die Realisierung der Wachstumspläne und die Sicherung der Finanzbasis auch aller Tochtergesellschaften. Die Finanzierung umfasst neben einem in unterschiedlichen Währungen nutzbaren Konsortialkredit für Bar- und Avalziehungen über € 75 Mio. auch Optionen für Off-Balance Finanzierungen. Im Zuge der Neugestaltung konnten die Kosten der Finanzierungen signifikant verringert, die Aufgaben der Treasury Abteilung vereinfacht und bisherige vertragliche Beschränkungen aufgehoben werden.

DUKAP unterstützte die Gruppe bei der Bedarfsermittlung, der Entwicklung der Finanzierungsstruktur, der Ansprache geeigneter internationaler Finanzierungspartner, der Angebotsbewertung und den Kreditverhandlungen bis zum erfolgreichen Abschluss.

 

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19. Mai 2019

Erstmaliger Konsortialkredit für süddeutschen Hersteller von Spezialwerkzeugen

Global führender süddeutscher Hersteller von Spezialwerkzeugen mit € 250 Mio. Umsatz  schließt erstmalig einen Konsortialkredit über € 85 Mio. ab

Die DUKAP beriet einen technologisch führenden Hersteller für Spezialwerkzeuge aus Süddeutschland bei der Vorbereitung und Durchführung einer grundlegenden Neugestaltung und Erweiterung seiner Fremdkapitalstruktur. Die Unternehmensgruppe erzielte 2018 über € 250 Mio. Umsatz in mehr als 30 Ländern.

Zweck der neuen langfristigen Gesamtfinanzierung der Gruppe ist die Realisierung der Wachstumspläne und die Sicherung der Finanzbasis aller Tochtergesellschaften auf fünf Kontinenten. Die Finanzierung umfasst neben einem in unterschiedlichen Währungen nutzbaren Konsortialkredit für Bar- und Avalziehungen über € 85 Mio. auch Optionen für Off-Balance Finanzierungen. Im Zuge der Neugestaltung konnten die Kosten der Finanzierungen signifikant verringert, die Aufgaben der Treasury Abteilung vereinfacht und bisherige vertragliche Beschränkungen aufgehoben werden.

DUKAP unterstützte die Gruppe bei der Bedarfsermittlung, der Entwicklung der Finanzierungsstruktur, der Ansprache geeigneter internationaler Finanzierungspartner, der Angebotsbewertung und den Kreditverhandlungen bis zum erfolgreichen Abschluss.

 

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23. April 2019

Wachstumsfinanzierung für Innovative Recyclinggruppe

Die DUKAP hat eine hochintegrierte Unternehmensgruppe der Recyclingbranche bei der Konzeption und Umsetzung ihrer neuen Finanzierung über € 30 Mio. unterstützt. Sie beriet die Gruppe umfassend bei der grundlegenden Neustrukturierung der Passivseite sowie bei der Finanzierung eines umfangreichen Investitionsprogramms. Dabei hat DUKAP die benötigten Mittel bei Banken der Sparkassen – und Volksbankengruppe in drei Einzeltransaktionen eingeworben.

Damit wurden ein ambitioniertes Investitionsvorhaben aus Immobilienerwerb sowie Anlagen- und Maschineninvestitionen ermöglicht und die nächsten Entwicklungsschritte der wachstumsstarken Gruppe in die Wege geleitet. In einem zweiten Schritt konnten Mezzanine- und andere Kreditmittel abgelöst und die Anteile eines geschäftsführenden Gesellschafters aufgestockt werden.

 

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10. April 2019

Beitrag zu Transaktionsprozessen im FINANCE Magazin

In der Sonderbeilage des FINANCE Magazins über Top-Kanzleien in Deutschland vom März/April 2019 erschien ein Beitrag des DUKAP Partners Dr. Hans-Peter Mentges über die effiziente Steuerung von M&A-Transaktionsprozessen.

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27. Februar 2019

DUKAP realisiert größeren Finanzspielraum und die Freigabe von Sicherheiten

Für ein erfolgreiches Traditionsunternehmen hat die DUKAP die Verschlankung der Finanzierungsstruktur, die Freigabe aller Kreditsicherheiten aus Firmen- und Gesellschaftervermögen sowie die Ausweitung des Finanzierungsspielraums arrangiert. Das Unternehmen der Werkzeugindustrie ist in Europa und dem indischen Subkontinent mit eigenen Produktionsstandorten präsent und erzielte 2018 einen Umsatz von rd. € 40 Mio.

Mit der neuen langfristigen Fremdkapitalbasis kann das Unternehmen seine gute Marktposition insbesondere auf den asiatischen Märkten weiter ausbauen.

 

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18. März 2018

DUKAP arrangiert € 150 Mio. Konsortialkredit für bekannten Automobilzulieferer

Die DUKAP beriet eine namhafte Gruppe der deutschen Zulieferindustrie bei der vollständigen Neugestaltung ihrer Finanzierungsstruktur und arrangierte einen auch in Fremdwährungen nutzbaren Konsortialkredit. Über dieses Instrument wird die Gesamtfinanzierung aller weltweit operierenden Tochtergesellschaften sichergestellt. Gleichzeitig wir die zentrale Steuerung der Liquiditätsströme in der Gruppe deutlich vereinfacht.

Die Gruppe mit einem Jahresumsatz von knapp € 500 Mio. ist als Systemlieferant langjähriger Partner der Automobilbranche und entwickelt auch standardisierte und individuelle Lösungen für die verfahrenstechnische Industrie. Neben dem traditionellen Produktspektrum gelang es in den letzten Jahren, sukzessive auch ein starkes Standbein für die E-Mobilität aufzubauen. Die Gruppe unterhält Produktionsstandorte in Europa, Mittelamerika und China sowie zahlreiche Vertretungen weltweit.

Mit dieser ersten Konsortialfinanzierung in der Unternehmensgeschichte hat die Gruppe eine vollumfängliche, integrierte strategische Unternehmensfinanzierung zur Begegnung der starken Marktnachfrage und für den Ausbau neuer Geschäftssegmente innerhalb ihres Automotive-Segments installiert.

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15. September 2017

DUKAP berät M&A-Transaktion und arrangiert Finanzierung beim Kauf des Rhenser Mineralbrunnens

Die Übernahme des Rhenser Mineralbrunnes durch die Brüder Christian und Friedrich Berentzen und weitere namhafte Co-Investoren aus bekannten deutschen Unternehmerfamilien erfolgte im Rahmen eines Asset Deals sowie durch Überleitung des laufenden operativen Geschäftsbetriebs auf die Erwerbergesellschaft.

Der Rhenser Mineralbrunnen war aufgrund eines Umbaus der Produktionsanlage und des damit einhergehenden Umsatzausfalls in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hatte am 01.12.2016 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Am 01.02.2017 hatte das Amtsgericht Koblenz das Insolvenzverfahren eröffnet.

Der Rhenser Mineralbrunnen ist mit sieben aktiven Quellen mit einer Bandbreite, die von geringer bis hoher Mineralisierung reicht, einer der führenden Traditionsanbieter für hochwertige natürliche Mineralwasser und Mineralwasserprodukte und mit seinen Erstmarken „Rhenser“ und „Silvetta“ einem breiten Publikum bekannt.

Die Brüder Berentzen haben die Geschäftsführung übernommen und werden mit einem Innovations- und Investitionsprogramm die Traditionsmarke „Rhenser“ fortentwickeln und mit Premium Produkten in lukrativen Marktnischen neu ausrichten. Christian und Friedrich Berentzen entstammen der bekannten Kornbrenner- und Spirituosenfamilie Berentzen aus dem Emsland. Sie sind beide ausgewiesene Experten in der Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb von Getränken.

Die DUKAP Deutsche Unternehmenskapital hat die Brüder Berentzen exklusiv in den Verhandlungen mit den Insolvenzverwaltern über den Erwerb der Vermögensgegenstände, bei der Eigenkapitalbeschaffung und Zusammenstellung des Investorenkonsortiums (Club Deal), bei der Fremdkapitalbeschaffung, der Auswahl der Kreditgeber sowie in der Strukturierung und Durchführung der Transaktion beraten.

Über das Transaktionsvolumen haben die involvierten Parteien Stillschweigen vereinbart.

 

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20. Juni 2017

Finanzierung für großen China-Auftrag

DUKAP arrangiert Auftragsfinanzierung für börsennotierten Anlagen- und Maschinenbauer

Die DUKAP beriet ein weltweit führendes Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus aus Süddeutschland bei der Vorbereitung und Realisierung einer komplexen Garantiefinanzierung. Diese Finanzierung wurde durch die Gewinnung neuer Finanzinstitute aus der Banken- und Versicherungsbranche ermöglicht. Sie war die Voraussetzung für die Durchführung eines Großauftrages aus China im Gesamtvolumen von rd. € 265 Mio. Die DUKAP entwickelte die Finanzierungsstruktur, half bei der Gewinnung der neuen Partner und unterstützte das Unternehmen maßgeblich bei den Verhandlungen.

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